Jochen Braun

 

 

Er ist der Mann, den alle wollen
Ihn zu kennen ist ein seltenes Privileg
Er bleibt wochenlang verschollen
Wenn er auftaucht,
frage bloß nicht, wie’s ihm geht
Und wenn er dich dann anruft
Ist die Leitung plötzlich tot
Doch er ist nicht in Asien
Sondern lauscht am Gartenzaun
In geheimer Mission
Darf ich vorstellen:
Jochen Braun

In den Terrorkampf- Annalen
Steht sein Name synonym für Grausamkeit
Er kennt hunderte von Arten
Dich zu foltern,
Doch er sagt nur: „Keine Zeit!“
Aber du kleiner Biber denkst,
er hätte ein Herz
So weit wie die Steppe
So weich wie Gänsedaun
Vielleicht schenkt er dich auch Blumen
Doch du darfst ihm nicht vertrauen

Die insolventen Konsumenten
Auf dem Weltanschauungsmarkt
Ziehen nervös an ihren Zigaretten
Unter dem Licht von Kandelabern
Läuten sie den Countdown ein:
Wenn nichts passiert, gibt’s ja Tabletten!
Halleluja! Halleluja! Halleluja!

Ja, vor 23 Tagen
Starb ein junger Polizist im Hurenhaus
Seine Haut war abgezogen
Seine Augen gegen Farnkraut ausgetauscht
Er kommt stets in der Dämmerung
Er kommt niemals im Licht
Und er weckt deine Kinder
Wie ein böser, böser Traum
Zuletzt winselst du um Gnade
Doch sein Name ist Jochen Braun

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