Kambodscha

 

 

Wir lagen unter dem Sand
Hörten das Wummern der Disco
Am südlichen Strand
Wir sahen flackerndes Licht
Und tausend Leiber, aber weiter
Sahen wir leider nichts
Wir schlugen uns in den Bann
Um uns zu versichern, dass wir waren
Wo nichts blubbert und nichts fiept
Nur ein Rauschen in der Brandung
Dass die Sorgen wegschiebt
Später kauften wir uns T-Shirts
Auf Französisch stand da:
Auch Kambodscha ist nicht mehr, was es war.
Ah – lass mich nicht fallen
Ah – lass mich nicht

Wir fuhren raus auf das Meer
Priesen die Kiemen von Delphinen
Als revolutionär
Hörten den stetigen Beat
Der war unter Wasser noch viel krasser
und auch bei Fischen unbeliebt
Wir stürzten uns bleibeschwert
In eine echolose Stille
Und in alles, was blieb
Von dem gestrigen Tag,
Den das Heute verriet
Irgendwann heulten Sirenen
In der Ferne, ganz nah:
Auch Kambodscha ist nicht mehr, was es war
Auch Kambodscha ist nicht mehr, was es war

Als wir schritten
Über die Champs Elysee
An einem warmen Abend Ende Mai
Mayo und Fritten, manierierte Cafes
Zum Teufel- was ist schon dabei?

Nichts war verloren,
aber schäbig
Und von Grund auf bigott
Als die Blase zerplatzte
Ging hier alles bankrott
Und der letzte Hippie zuckte,
und verschluckte seinen Bart:
Auch Kambodscha ist nicht mehr,
was es war
Ah – laß mich nicht fallen
Ah – laß mich nicht

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