Süße Medizin

 

 

Oh nein, es ist viel zu leicht
Sich jetzt ins Licht zu drehen
Der Frühling ruft Hallo
Der Winter schnauft auf Wiedersehen!
Schau, die Kirschbäume streuen
Ihre Blüten von Neuem
Aufs satte Grün
Dotterblumen stehen am Wehr
Dottergelb, wenn’s nicht so wär’
Sag, wen würde das kümmern?
Schuld ist die süße Medizin

Warum bin ich froh
Wenn du an meiner Seite lehnst
Du willst mich nicht
Prinzessin, du willst irgendwen
Der sich gibt und dich nimmt
Dich wie Stufen erklimmt
Und nie müde wird
Dir galant zu beteuern
Niemand könnte dich steuern
Ja, glaubst du, ich würd’ so was machen?
Schuld ist die süße Medizin

Ich war freiwillig blind
Wie ein Kind in der Geisterbahn
Ich bekenne, so sind
Wohl die Engel vorbei gefahren
Welch ein Unterschied!
Ich bin schwer ver-
liebt, der sich nicht selber liebt?
Wer liebt, der sich nicht selber liebt?

Oh nein! Es ist viel zu leicht
Ein Zwitschern dröhnt von Nah und Fern
Die Formen taumeln, stürzen, wälzen
Sich im Vogellärm
All die Farbe am Geäst
Da baut die Meise sich ein Nest
Für den Nachwuchs hin
Ja, die Kleine springt und scherzt
Und selbst der Winter sucht die Terz
Für sein heiseres Rufen
Schuld ist die süße Medizin

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